30.03. 22:39

FBI: Synagogen-Attentäter von Detroit war von Hisbollah inspiriert


WEST BLOOMFIELD (dpa-AFX) - Rund drei Wochen nach dem Angriff auf eine Synagoge nahe der US-Großstadt Detroit hat das FBI bei dem Täter eine Verbindung zur proiranischen Hisbollah-Miliz festgestellt. "Aufgrund der bislang gesammelten Beweise gehen wir davon aus, dass es sich bei diesem Anschlag um einen von der Hisbollah inspirierten Terrorakt handelt", sagte ein Sprecher der Behörde. Es sei ein gezielter Angriff auf die jüdische Gemeinde gewesen.

Der Mann war vor etwa drei Wochen in der Stadt West Bloomfield mit einem Fahrzeug in eine Synagoge gefahren. Sicherheitsmänner eröffneten das Feuer, einer von ihnen wurde vom Fahrzeug erfasst und verletzt. Der Angreifer starb in seinem brennenden Fahrzeug. Von den Menschen in der Synagoge, darunter mehr als 100 Kleinkinder, wurde niemand verletzt.

FBI: Täter wollte so viele Juden wie möglich töten

Wie das FBI weiter mitteilte, gibt es etliche Hinweise auf eine Verbindung des Mannes zur Hisbollah, darunter Videos auf seinem Handy. In Nachrichten und Posts habe er deutlich gemacht, er wolle amerikanische Juden töten. "Sein Tod war nur ein Mittel oder ein Werkzeug, um so viele Juden wie möglich zu töten."

Bereits wenige Tage nach der Tat hatte das US-Heimatschutzministerium mitgeteilt, der Angreifer sei gebürtiger Libanese. Der Mann soll in Dearborn Heights in Michigan gelebt haben. Nach Angaben des Bürgermeisters der Stadt, Mo Baydoun, verlor er bei einem israelischen Angriff auf sein Haus im Libanon mehrere Familienmitglieder, darunter eine Nichte und einen Neffen./jcf/DP/he