ROUNDUP: Friedrich Vorwerk will Dividende erhöhen - MBB zeigt sich vorsichtig
TOSTEDT (dpa-AFX) - Der Pipeline- und Anlagenbauer Friedrich Vorwerk
An der Börse kamen neben der Dividende vor allem das Gewinnziel gut an. Die Vorwerk-Aktie legte im frühen Handel zunächst um rund 3,3 Prozent zu, notierte zuletzt aber nur noch 0,7 Prozent fester bei 70,70 Euro. Seit dem Rekordhoch im Oktober war die Rally der zuvor heiß begehrten Aktie zum Erliegen gekommen. Nach einem erneuten Zwischenhoch im Januar wies der Trend zuletzt wieder bergab. Beim größten Anteilseigner von Friedrich Vorwerk, der Beteiligungsgesellschaft MBB
Friedrich Vorwerk plant für 2026 mit einem Erlös von 730 bis 780 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) soll bei 160 bis 180 Millionen Euro herauskommen. Laut einem Händler liegt die Zielspanne für das operative Ergebnis im Mittelwert über der Markterwartung von 167 Millionen. Dies sei erfreulich, auch wenn sich inklusive des Umsatzes ein durchwachsenes Bild ergebe. Dessen Zielspanne liege mit maximal 780 Millionen Euro unter dem Konsens von 792 Millionen.
2025 legte der Umsatz wie bereits bekannt im Jahresvergleich um gut 41 Prozent auf 704 Millionen Euro zu. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) hat sich mit 163 Millionen Euro mehr als verdoppelt. Die Tostedter begründeten die gute Geschäftsentwicklung vor allem mit einem starken Schlussquartal. In diesem habe das Unternehmen unter anderem von günstigen Witterungsbedingungen und erfolgreichen Abschlüssen bei Projekten profitiert. Ende 2025 belief sich der Auftragsbestand auf gut eine Milliarde Euro.
Von der guten Geschäftsentwicklung profitierte auch die Beteiligungsgesellschaft MBB. Allerdings zeigt sich der größte Aktionär des Unternehmens Friedrich Vorwerk vorsichtig für das laufende Jahr. Für 2026 plant das Unternehmen einen Umsatz von 1,1 bis 1,2 Milliarden Euro, wie der ebenfalls im SDax
Vom Umsatz sollen als bereinigtes Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) 15 bis 18 Prozent hängen bleiben. 2025 legte das operative Ergebnis um 46 Prozent auf 217 Millionen Euro zu. Die entsprechende Marge erhöhte sich von 14 auf 18,6 Prozent. Unter dem Strich blieb ein Gewinn von rund 51 Millionen Euro, gut ein Drittel mehr als zum Vorjahr. Für 2025 will das Unternehmen den Aktionären eine Dividende von 1,21 Euro je Aktie zahlen. Ein Jahr zuvor hatte die Beteiligungsgesellschaft eine Basisdividende von 1,11 Euro und eine Sonderdividende von 2,22 Euro ausgeschüttet, insgesamt also 3,33 Euro je Anteilsschein./mne/err/stw