Devisen: Euro legt erneut zu und steigt über 1,16 US-Dollar
FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro
Die Vereinigten Staaten werden ihre Angriffe im Iran nach Angaben von US-Präsident Donald Trump in zwei bis drei Wochen beendet haben. Diese Aussagen belasteten die Ölpreise deutlich. Da die Eurozone stärker von Ölimporten abhängt, profitiere der Euro vom Preisrückgang beim Öl. Auf seinem sozialen Netzwerk schrieb Trump, dass Teheran um einen Waffenstillstand gebeten habe. Er sagte, die USA würden eine solche Maßnahme in Erwägung ziehen, sobald die Straße von Hormus wieder geöffnet sei.
Der Euro profitiert laut Experten auch von der Entwicklung an den Anleihemärkten. "Es ist anzumerken, dass sich die Renditen in der letzten Zeit auch zulasten des Dollar entwickelt haben - der US-Renditevorteil ist kleiner geworden", schreiben Experten der Landesbank Hessen-Thüringen. "Dies sollte den Euro dabei helfen, einen Boden oberhalb des Mitte-März markierten Jahrestiefs auszubilden." Danach sehe es derzeit aus.
Konjunkturdaten bewegten den Markt hingegen kaum. Die Stimmung in der US-Industrie hat sich im März unerwartet etwas aufgehellt. Die weitere Entwicklung ist laut Experten hingegen ungewiss. Schließlich sorgt der Iran-Krieg für große Verunsicherung und einen starken Anstieg der Energiepreise.
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,87113 (0,86833) britische Pfund, 183,73 (183,39) japanische Yen und 0,9191 (0,9194) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm) kostete zuletzt 4.768 Dollar. Das waren rund 101 Dollar mehr als am Vortag./jsl/he