ROUNDUP: Uber erhöht Stimmrechtsanteil an Delivery Hero deutlich
NEW YORK/BERLIN (dpa-AFX) - Der US-Fahrdienstvermittler Uber
Am vergangenen Wochenende hatte Delivery Hero mitgeteilt, der US-Konzern sei mit einem Angebot von 33 Euro je Aktie auf die Gesellschaft zugekommen. In der Folge war am Montag der Aktienkurs mit der Spekulation auf einen Bieterkampf deutlich über diese Marke hinaus gestiegen.
Wie aus einer weiteren Stimmrechtsmitteilung der Berliner hervorging, reduzierte - ebenfalls am Montag - der weitere Großaktionär Aspex Fund seine Beteiligung von zuvor 14,55 auf nun 7,56 Prozent der Anteile. Laut Informationen der Nachrichtenagentur Bloomberg verkaufte Aspex Anteile eben an Uber, und das für knapp unter 40 Euro. Bloomberg berief sich auf mit der Sache vertraute Personen.
Aspex gilt als aktivistischer Investor. Der Fonds aus Hongkong hatte laut Bloomberg den Verkauf von Geschäftsteilen gefordert. Im Dezember war der Konzern auf kritische Investoren zugegangen und hatte mitgeteilt, den Verkauf von Unternehmensteilen zu prüfen. Offenbar reichte das aber nicht: Vor rund zwei Wochen kündigte der langjährige Chef Niklas Östberg an, die Leitung des Unternehmens spätestens bis Ende März 2027 abzugeben. Aspex hatte seinen Abgang gefordert.
In Medienberichten wie in der "Financial Times" hatte es bereits am Wochenende unter Berufung auf Insider geheißen, dass Uber auch an große Anteilseigner der Berliner herangetreten sei mit der Bereitschaft, 38 Euro je Papier zu zahlen. Wie die Zeitung berichtete, wollten viele Investoren aber einen Preis von 40 Euro sehen.
Am Mittwoch beendete die Delivery-Hero-Aktie den Xetra-Handel mit einem Schlusskurs von 39,35 Euro. In den vergangenen dreizehn Handelstagen hat die Aktie ihren Wert in etwa verdoppelt. Nachbörslich fiel sie am Mittwoch auf der Handelsplattform Tradegate knapp unter die 39-Euro-Marke.
Delivery Hero hat seinen Sitz in Berlin, ist aber seit dem Verkauf des Deutschland-Geschäfts an Just Eat Takeaway
Die Tür geöffnet für die strategischen Veränderungen bei Delivery Hero hatte der Teilrückzug des ehemals größten Anteilseigners Prosus