Aktien Europa: Verluste - Ericsson unter Druck
PARIS/LONDON/ZÜRICH (dpa-AFX) - Die europäischen Börsen haben am Dienstag nachgegeben. Damit reagierten sie auf die angespannte Lage in der Golfregion und die weiter gestiegenen Ölpreise. "Die Straße von Hormus bleibt der Taktgeber für Ölpreis, Inflation und Börsen", fasste Kapitalmarktexperte Jürgen Molnar vom Broker Robo Markets die Lage zusammen "Steigende Ölpreise, höhere Anleiherenditen und wachsende Unsicherheit sorgen für Gegenwind."
Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50
Zur Vorsicht am Markt trug die anlaufende US-Berichtssaison bei. Gleich mehrere großen Namen aus der Bankbranche legen Zahlen zum abgelaufenen Quartal vor. Zudem gibt es US-Inflationsdaten. Sie könnten Hinweise auf die weitere US-Geldpolitik liefern.
Die Verluste zogen sich durch die meisten Branchen. Telekomwerte litten dabei unter den Abgaben von Ericsson
Auch der Luxussektor musste Federn lassen. Auffallend schwach waren EssilorLuxottica
Zu den Gewinnern zählten dank der hohen Ölpreise dagegen die Aktien der Ölkonzerne. Noch stärker ging es mit den Stahlwerten nach oben, die damit ihre jüngste Erholung fortsetzten. Sie profitierten erneut von protektionistischen Maßnahmen der Europäischen Union (EU) für Stahlimporte. Hinzu kamen steigende Stahlpreise in der EU. ArcelorMittal