Aktien Wien Schluss: ATX legt leicht zu
WIEN (dpa-AFX) - Der Wiener Aktienmarkt hat am Montag nach einigem Auf und Ab fester geschlossen. Die Spannungen in Nahost, steigende Ölpreise und der unklare Zinskurs der Notenbanken machen die Anleger nervös. Der Leitindex ATX
"Wer derzeit an den Märkten nach Orientierung sucht, findet vor allem neue Fragezeichen", kommentierte Timo Emden vom Analysehaus Emden Research. Für Verunsicherung sorgen Nachrichten zum Iran-Krieg. Nach gegenseitigen Angriffen der USA und des Iran kündigte US-Außenminister Marco Rubio weitere Maßnahmen gegen den Iran an, weil dieser nach seinen Worten unvermindert die Handelsschifffahrt in der Straße von Hormuz angreift. Allerdings gibt es erstmals seit Tagen auch wieder Zeichen für eine mögliche diplomatische Annäherung. So erhielt der Iran eigenen Angaben zufolge Vorschläge von Vermittlern für eine Wiederaufnahme der Verhandlungen.
Die mit dem Iran verbündeten Houthi-Rebellen im Jemen verhängten nach eigenen Angaben eine Seeblockade gegen Saudi-Arabien. Diese gelte ab sofort, teilte der Militärsprecher der Houthi im Fernsehen mit. Die Meldung sorgte zuletzt wieder für Auftrieb bei den Ölpreisen.
Mit Blick auf die Einzelwerte hob die Berenberg Bank ihr Kursziel für die Aktien der Frequentis von 89 auf 91 Euro an. Die Kaufempfehlung "Buy" für die Aktien des Technologieunternehmens wurde von Analyst Wolfgang Specht bestätigt. Grund dafür sei ein hohes Wachstum bei Bestellungen und Umsatz in den vorläufigen Daten des ersten Halbjahres, so der Analyst. Dies gelang trotz anhaltender Probleme in der Lieferkette und dem Konflikt in der MENA-Region (Naher Osten und Nordafrika), die die Projektabwicklung beeinträchtigen würden. Die Bank geht davon aus, dass das Unternehmen weitere Fortschritte in neuen Produktklassen erzielen und eine Reihe von Modernisierungsprojekten in den USA durchführen werde. Die Frequentis-Aktie schloss mit einem deutlichen Plus von 6,08 Prozent bei 71,50 Euro.
Die Analysten von Deutsche Bank bestätigten ihre Kaufempfehlung "Buy" für die Aktien der Erste Group
Zudem legten weitere schwer gewichtete Bankwerte zu. Bawag
Im prime market legten Zumtobel
Verluste gab es für die Bauwerte Wienerberger