ROUNDUP: Springer Nature wird optimistischer - Aktie legt zu
BERLIN (dpa-AFX) - Der Wissenschaftsverlag Springer Nature
Das Papier gewann zuletzt mehr als 5 Prozent auf 19,68 Euro. Damit liegt das Papier auch wieder knapp drei Prozent über dem Wert vom Jahreswechsel. Das Rekordhoch von 28,30 Euro im Dezember 2024 hatte die Aktie wenige Monate nach dem Börsengang erklommen.
Die Erlöse und das operative Ergebnis hätten die Konsensschätzungen übertroffen, schrieb JPMorgan-Analyst Daniel Kerven. Er geht von leicht steigenden Marktprognosen für 2026 aus. Die fallende Verschuldung eröffne die Chance auf höhere Dividenden. Die Aktie sei anhand der Bewertung eine der günstigsten im Medienbereich, schrieb der Experte.
Im ersten Halbjahr wuchs der Umsatz insgesamt um 1,5 Prozent auf 939,8 Millionen Euro. Aus eigener Kraft wären es 6,2 Prozent gewesen. Das bereinigte Betriebsergebnis legte um 2,3 Prozent auf 246,2 Millionen Euro zu und wäre organisch noch stärker gestiegen als der Erlös. Die Zahlen fielen besser aus als von Experten erwartet.
"Wir haben ein starkes erstes Halbjahr erzielt, wobei unser Segment Research den Markt erneut übertroffen hat", sagte Vorstandschef Frank Vrancken Peeters laut Mitteilung. In der Forschungssparte sorgten Fachzeitschriften mit dem Wachstum der Zahl veröffentlichter Artikel für Schwung. Forschungseinrichtungen und Wissenschaftler zahlen dabei selbst für die Veröffentlichung in frei verfügbaren Forschungspublikationen.
Im Bereich Gesundheit dagegen bremsten im nicht deutschsprachigen Raum unsichere Aussichten die Marketingausgaben von Pharmafirmen, während es in Deutschland, Österreich und der Schweiz besser lief. Der Spartenumsatz ging leicht zurück, wäre organisch aber gewachsen. Auch im Segment Bildung wäre der Erlös aus eigener Kraft gestiegen, die hohe Inflation in Argentinien und der starke Euro sorgten aber für einen nominalen Rückgang.
Unter dem Strich fiel der auf die Aktionäre entfallende Nettogewinn von 129,4 auf 101,3 Millionen Euro. Zum einen belasteten höhere Ertragsteuern, zum anderen Wechselkurseffekte bei der Bewertung interner Verrechnungsposten./men/mne/jha/