Devisen: Euro steigt zum US-Dollar auf den höchsten Stand seit Ende Mai
FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro
Zu allen wichtigen Währungen geriet der Dollar unter Druck. Der US-Anleihemarkt reagierte mit sinkenden Renditen auf die unerwartete Ankündigung des US-Finanzministeriums, die Rückkäufe langlaufender Anleihen zu erhöhen. Der Schritt des Finanzministeriums signalisiert Besorgnis über den anhaltenden Ausverkauf am Anleihemarkt, der die Renditen für 30-jährige Anleihen auf den höchsten Stand seit 2007 getrieben hatte. Der zuletzt deutliche Anstieg der Renditen hatte Sorgen an den Finanzmärkten ausgelöst.
"Ein heute beruhigter Anleihemarkt hat dazu geführt, dass der Dollar wieder nachgegeben hat", sagte Jane Foley, Leiterin der Devisenstrategie bei der Rabobank. "Dies geschieht vor dem Hintergrund von Inflations- und Angebotsrisiken sowie der Befürchtung, dass ein höherer Anteil von Hedgefonds am Bestand an Staatsanleihen den Markt nervöser machen könnte."
Wenig Impulse kamen von der Ölpreisentwicklung. Diese legten leicht zu. Derzeit finden laut US-Präsident Donald Trump keine Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA statt. Eine nachhaltige Öffnung der Straße von Hormus ist also weiterhin nicht in Sicht.
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,85608 (0,85585) britische Pfund, 184,62 (184,87) japanische Yen und 0,9402 (0,9406) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm) kostete 4.493 Dollar. Das waren rund 158 Dollar mehr als am Vortag./jsl/he