24.08. 08:32

OTS: Verband deutscher Pfandbriefbanken (vdp) e.V. / Pfandbriefbanken ...


Pfandbriefbanken vergeben im ersten Halbjahr neue Immobiliendarlehen
in Höhe von 80,4 Mrd. Euro (FOTO)
Berlin (ots) - Anstieg des Immobilienfinanzierungsneugeschäfts um 8,5 %

Von Januar bis Juni dieses Jahres vergaben die im Verband deutscher
Pfandbriefbanken (vdp) zusammengeschlossenen Institute Immobiliendarlehen im
Volumen von 80,4 Mrd. Euro. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2025 legten die
Zusagen um 8,5 % zu (H1 2025: 74,1 Mrd. Euro).

Mit einem Anteil von 62,3 % machten erneut Wohnimmobiliendarlehen den größeren
Anteil am Immobilienfinanzierungsgeschäft aus: Ihr Volumen belief sich im ersten
Halbjahr dieses Jahres auf 50,1 Mrd. Euro, ein Plus von 5,3 % im Vergleich zum
Vorjahreswert (H1 2025: 47,6 Mrd. Euro). Eine Wachstumsrate in Höhe von 14,3 %,
allerdings basierend auf einem im langfristigen Vergleich nach wie vor niedrigen
Niveau, wiesen Gewerbeimmobiliendarlehen auf : Ihr Volumen summierte sich von
Januar bis Juni 2026 auf 30,3 Mrd. Euro (H1 2025: 26,5 Mrd. Euro).

"Für das zweite Halbjahr ist mit allenfalls leichten Anstiegen des
Immobilienfinanzierungsneugeschäfts zu rechnen." Jens Tolckmitt

"Das Immobilienfinanzierungsneugeschäft der Pfandbriefbanken weist für das erste
Halbjahr 2026 Zuwächse auf, die Entwicklung in diesem Geschäftsfeld verläuft
solide. Die Darlehensvergabe liegt jedoch weiterhin deutlich unterhalb der
Volumina, die vor der Zinswende erreicht worden sind", betonte Jens Tolckmitt ,
Hauptgeschäftsführer des vdp. Für das zweite Halbjahr rechnet er unter den
gegebenen Rahmenbedingungen allenfalls mit leichten Anstiegen des Neugeschäfts.
Es sei davon auszugehen, dass sich die geopolitischen Unsicherheiten, die
Konjunkturschwäche und die weiter angespannte Lage auf dem Wohnungsmarkt auch
dämpfend auf die Immobilienfinanzierung auswirkten.

Tolckmitt appellierte an die Politik, die Wohneigentumsbildung privater
Haushalte stärker zu fördern. Die eigenen vier Wände seien nach wie vor die
beste Form der Altersvorsorge. "Dass in Deutschland größtenteils zur Miete
gewohnt werde, zeigt, welch großes Potenzial in der Wohneigentumsförderung
liegt." Beispielsweise könne eine Senkung der Grunderwerbsteuer für Selbstnutzer
einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, die Zugangshürden zum Wohneigentum zu
reduzieren. Dies würde einen geringeren Fremdkapitalbedarf nach sich ziehen, was
wiederum den Immobilienerwerb deutlich erschwinglicher machen würde. Zugleich
könne dadurch der Mietwohnungsmarkt entlastet werden.

Wohnimmobilien: Darlehen für Mehrfamilienhäuser legen am stärksten zu

Zum Anstieg des Volumens an Wohnimmobiliendarlehen auf 50,1 Mrd. Euro trugen im
ersten Halbjahr 2026 nahezu alle Immobilienklassen bei: Am stärksten fiel der
relative Anstieg mit 7,3 % im Vorjahresvergleich bei Darlehen für
Mehrfamilienhäuser aus (13,2 Mrd. Euro). Dahinter rangierten mit Zuwachsraten
von 6,7 % bzw. 4,0 % die Finanzierungen von Eigentumswohnungen (11,2 Mrd. Euro)
und von Ein- und Zweifamilienhäusern (23,2 Mrd. Euro). Die Darlehensvergabe für
sonstige wohnwirtschaftliche Objekte wie z. B. Bauland erreichte den
Vorjahreswert von 2,5 Mrd. Euro.

Gewerbeimmobilienfinanzierung: 9 Mrd. Euro für Handelsgebäude

Der Volumenzuwachs bei neuen Gewerbeimmobiliendarlehen auf insgesamt 30,3 Mrd.
Euro speiste sich von Januar bis Juni dieses Jahres vor allem aus der
Entwicklung bei Finanzierungen für Handelsgebäude, die im Jahresvergleich um
40,6 % auf 9,0 Mrd. Euro anstiegen. Die Wachstumsraten bei der Darlehensvergabe
für Büroobjekte (14,8 Mrd. Euro) und für Hotels (2,4 Mrd. Euro) betrugen 9,6 %
bzw. 9,1 %. Das Neugeschäft bei Industriegebäuden (0,5 Mrd. Euro) und bei
sonstigen gewerblich genutzten Objekten (3,6 Mrd. Euro) war dagegen rückläufig
im Vergleich zum Vorjahreshalbjahr (-16,7 % bzw. -5,3 %).

Darlehensbestände entwickeln sich gegenläufig

Die neu vergebenen Wohnimmobiliendarlehen führten zu einem moderaten
Bestandszuwachs in diesem Segment: Zum Stichtag 30. Juni 2026 lag das Volumen
ausgereichter Darlehen für Wohnobjekte bei 762,9 Mrd. Euro und damit 1,3 % höher
als ein Jahr zuvor. Der Gewerbeimmobilienfinanzierungsbestand sank dagegen um
3,5 % auf 278,4 Mrd. Euro. Das Neugeschäft reichte damit weiterhin nicht aus, um
die Tilgungen zu kompensieren. Insgesamt blieb der Bestand an Immobiliendarlehen
mit 1.041,3 Mrd. Euro auf Vorjahresniveau.

Die vollständigen Daten zum Immobilienfinanzierungsgeschäft der
vdp-Mitgliedsinstitute sowie Tabellen und Grafiken zur freien Verwendung sind
auf der vdp-Website erhältlich - unter folgendem LINK. (https://www.pfandbrief.d
e/pfandbriefbanken-vergeben-im-ersten-halbjahr-neue-immobiliendarlehen-in-hoehe-
von-804-mrd-euro/)

Über den Verband deutscher Pfandbriefbanken (vdp)

Der Verband deutscher Pfandbriefbanken ist einer der fünf Spitzenverbände der
Deutschen Kreditwirtschaft. Er repräsentiert die bedeutendsten Kapitalgeber für
den Wohnungs- und Gewerbebau sowie für den Staat und seine Institutionen.

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T +49 30 20915-380
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Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/29608/6338391
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