26.10. 14:27

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Aktuelle YouGov-Umfrage: Investitions-Potenziale für Net Zero
Industrien im Rheinischen Revier noch wenig bekannt (FOTO)
Düsseldorf (ots) - Infrastruktur für grüne Technologien, ausreichend Fachkräfte
und beschleunigte Verfahren: Das Rheinische Revier erfüllt als Net Zero Valley
die Kernkriterien internationaler Investoren, ist aber bei Unternehmen in den
Niederlanden, im Vereinigten Königreich und in der Schweiz noch überwiegend
unbekannt. Auch der Net Zero Industry Act (NZIA) der EU ist der Mehrheit noch
kein Begriff. Das zeigt eine aktuelle YouGov-Umfrage im Auftrag von NRW.Global
Business.

Ein erheblicher Teil der Unternehmen in der Schweiz, den Niederlanden und im
Vereinigten Königreich plant in den kommenden fünf Jahren Investitionen in
klimaneutrale Technologien. Das zeigt eine YouGov-Umfrage unter 746 Fach- und
Führungskräften. Das Rheinische Revier, das sich vom größten Braunkohlerevier
Europas zu einer klimaneutralen Industrieregion wandelt, bietet dafür ideale
Standortbedingungen. Eigentlich ein perfekter Match - aber die Region im Westen
Deutschlands ist im europäischen Ausland noch recht unbekannt.

Investitionspläne treffen auf unbekanntes EU-Instrument

Die Umfrage belegt in allen drei Ländern konkrete Investitionsabsichten: In der
Schweiz planen 57 Prozent der Befragten, in den kommenden fünf Jahren in grüne
Technologien zu investieren, gefolgt von den Niederlanden (45 Prozent) und dem
Vereinigten Königreich (35 Prozent).

Den regulatorischen Rückenwind für solche Ansiedlungen soll der Net Zero
Industry Act (NZIA) der EU geben: Er beschleunigt Genehmigungen für den Aufbau
von Fertigungsprojekten bestimmter Netto-Null-Technologien - zum Beispiel im
Bereich Wasserstoff, Batterien oder klimaneutrale Antriebstechnologien. Bekannt
ist das Instrument jedoch noch wenig: 53 Prozent der Befragten in der Schweiz
und 57 Prozent im Vereinigten Königreich kennen den NZIA kaum oder gar nicht. In
den Niederlanden sind es sogar 71 Prozent.

Auch die ausgewiesenen Net Zero Valleys, die von den Rahmenbedingungen des NZIA
besonders profitieren, sind in allen drei Ländern bislang wenig bekannt: Selbst
in der Schweiz, wo die Bekanntheit am höchsten ist, sind nur 18 Prozent der
Befragten mit dem Konzept vertraut. Das Rheinische Revier ist ein solches Net
Zero Valley.

"Große Chance für grüne Industrieansiedlungen"

"Der Net Zero Industry Act bietet eine große Chance für grüne
Industrieansiedlungen, doch das Potenzial wird international noch zu wenig
genutzt", sagt Jochen Pollotzek, Head of Divison Rheinisches Revier bei
NRW.Global Business.

"Als Net Zero Valley bieten wir optimale Voraussetzungen: Wer bei uns
investiert, nutzt beschleunigte Verfahren, findet fertige Flächen,
Netzanschlüsse und starke Partner, von Wasserstoff über klimaneutrale Luftfahrt
bis Batterie-Recycling."

Standortfaktoren: Infrastruktur und Fachkräfte entscheiden

Bei der Standortwahl priorisieren die befragten Unternehmen eine leistungsfähige
Infrastruktur (bis zu 74 Prozent), qualifizierte Arbeitskräfte (bis zu 72
Prozent), einfache Genehmigungsverfahren (bis zu 70 Prozent) und Zugang zu
Fördermitteln (bis zu 65 Prozent).

Das Rheinische Revier vereint diese Kriterien: Spitzenforschung und
Nachwuchskräfte durch RWTH Aachen, Fraunhofer-Institute und das
Forschungszentrum Jülich, eine starke Logistikanbindung sowie der geplante
Anschluss an das Wasserstoff-Kernnetz und europäische Datenkorridore, die sich
in der Region kreuzen.

Potenzial nutzen: internationale Sichtbarkeit weiter ausbauen

Die Befragung verdeutlicht vor allem das noch unerschlossene Potenzial für
internationale Investitionen: 63 Prozent der Befragten in den Niederlanden, 61
Prozent im Vereinigten Königreich und 38 Prozent in der Schweiz kennen die
Region bislang nicht als Wirtschafts- und Investitionsstandort.

"Europäische Unternehmen suchen verlässliche Standorte für ihre Investitionen in
die grüne Transformation", betont Pollotzek. "Die Kombination aus Industrie,
Spitzenforschung und den Beschleunigungseffekten des Net Zero Valleys macht das
Rheinische Revier hochattraktiv. Unsere Aufgabe ist es nun, diese Stärken
international noch gezielter zu vermarkten und neue Investoren in die Region zu
holen."

Über die Umfrage

Die Daten dieser Umfrage im Auftrag von NRW.Global Business basieren auf
Online-Interviews mit Mitgliedern des YouGov-Panels, die der Teilnahme vorab
zugestimmt haben. Für diese Befragung wurden im Zeitraum vom 12. bis zum
30.07.2026 insgesamt 746 Fach- und Führungskräfte befragt. Darunter 256 in den
Niederlanden, 234 in der Schweiz und 256 im Vereinigten Königreich. Die Erhebung
wurde nicht quotiert und die Ergebnisse anschließend nicht gewichtet. Die
Ergebnisse sind nicht repräsentativ.

Über das Rheinische Revier

Das Rheinische Revier im Westen Nordrhein-Westfalens ist Europas größtes
Braunkohleabbaugebiet sowie ein Zentrum der energieintensiven Industrie in
Deutschland. Bis 2030 wird die Region aus dem Braunkohletagebau aussteigen. Dank
eines Transformationsbudgets von 14,8 Milliarden Euro und günstigen
Ausgangsbedingungen will sich das Rheinische Revier nun zu Europas erstem
klimaneutralen Industriestandort entwickeln. Nordrhein-Westfalens landeseigene
Außenwirtschaftsförderungsgesellschaft NRW.Global Business will internationale
Unternehmen davon überzeugen, an diesem Projekt mitzuwirken und die Dynamik des
Wandels zu nutzen.

Die Infografik anbei ist für redaktionelle Zwecke frei verwendbar. Wir bitten um
die Nennung von NRW.Global Business als Bildquelle. Wenn Sie planen, die
Ergebnisse dieser Umfrage zu veröffentlichen, müssen YouGov als Quelle und
NRW.GlobalBusiness als Auftraggeber genannt werden.

Pressekontakt:

Phuong Anh Kitty Krause
Project Manager Marketing Rheinisches Revier
+49 211 13000-501
mailto:krause@nrwglobalbusiness.com
https://www.rheinisches-revier.com/de/

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/180411/6378128
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